Geschichte des Steffl-Kirtags

start3Der Steffl-Kirtag wurde im Jahr 2002 anlässlich des 50. Jahrestages der Wiedereröffnung des Stephansdomes nach den Zerstörungen durch den Dombrand 1945 ins Leben gerufen. Seither wird der Steffl-Kirtag alljährlich abgehalten.
Zwar wird kirchlich alljährlich am 23. April der Weihetag von St. Stephan gefeiert, jedoch findet der Steffl-Kirtag jeweils in der ausgehenden Frühlingszeit rund um den 1. Juni statt. Eröffnet wird der Steffl-Kirtag durch den Wiener Bürgermeister oder den Bezirksvorsteher des 1. Wiener Gemeindebezirks. Die Segnung des Kirtagsbaumes erfolgt durch den Dompfarrer von St. Stephan. Der Kirtags-Bieranstich erfolgt jeweils durch eine prominente Wiener Persönlichkeit.

Rund 50 Standeln, Ringelspiel und Zelte verwandeln den Stephansplatz in ein großes Kirtagsgelände.
Spirituelle Höhepunkte des Steffl-Kirtags sind jeweils eine große Diözesanfirmung mit dem Kardinal der Erzdiözese Wien sowie Festgottesdienste mit dem Dompfarrer von St. Stephan und weiteren priesterlichen Würdenträgern aus Wien. Die Festgottesdienste finden meist mit anspruchsvoller musikalischer Umrahmung statt.
Quelle: wienwiki.net

 

Rahmenprogramm
Neben den feierlichen Gottesdiensten im und rund um den Stephansdom finden jeweils Konzerte sowie Sonderführungen im Dom und auf den Türmen statt. Auch Gewerbe, Handwerk und Wiener Küche sind präsent. Es treten alljährlich zahlreiche Musikgruppen und Blasmusikkapellen aus ganz Österreich auf.
Seit 2012 ist mit dem „Turmlauf“ auch ein sportlicher Bewerb in den Steffl-Kirtag eingebunden. Im Jahr 2012 benötigte Treppen-Wettkampfläufer Rolf Majcen die wenigste Zeit für den Lauf bis zur Türmerstube: Er bewältigte die 67 Höhenmeter in 1:29,97 Minuten. Nur wenige Hundertstel mehr brauchte Henrik Sulz, Orientierungsläufer im Nationalteam, den dritten Platz belegte der bereits für die Olympischen Spiele in London qualifizierte Leichtathlet Andreas Vojta. Insgesamt nahmen 25 Läufer am Turmlauf 2012 teil.
Gegen eine Spende können die Besucher des Steffl-Kirags eigenhändig einen Stephansgroschen prägen. Der gegenständliche Spendenerlös kommt der Renovierung des Stephansdomes zugute. Der (historische) Stephansgroschen war nach dem Zweiten Weltkrieg vom Österreichischen Münzamt im Rahmen der Aktion „Jeder Österreicher spendet einen Schilling für den Steffl“ zur Finanzierung des Wiederaufbaus des Wiener Stephansdomes ausgegeben worden.
Quelle: wienwiki.net
Bieringerin
Zum Ausklang der einzelnen Festtage wird beim Steffl-Kirtag jeweils die Bieringerin (eine alte Bierglocke) geläutet. Im Mittelalter und in der frühen Neuzeit forderte das allabendliche Geläute der Bierglocke zum Ende des Bierausschanks und zum Schließen der Schenken in der Stadt und in den Vorstädten auf. Aus diesem Grund wurde diese Glocke früher im Volksmund scherzhaft als Gurgelabschneiderin bezeichnet. Heute ist die Bezeichnung „Bieringerin“ üblich. Beim Steffl-Kirtag wird bewusst an die alte Tradition angeknüpft: Ebenso wie die Bieringerin anno dazumal das Ende des Bierausschanks anzeigte, beschließt ihr Geläute beim Steffl-Kirtag – jeweils um 21.55 Uhr – die einzelnen Kirtags-Festtage.
Quelle: wienwiki.net